Der rezipientenbezogene Schutz massenmedialer Kommunikation: zum objektivrechtlichen Gehalt der Informationsfreiheit, zur Rezipientenbezogenheit der massenmedialen Freiheiten und zum massenmedialen Bezug der Telekommunikationsgewährleistung

Der rezipientenbezogene Schutz massenmedialer Kommunikation: zum objektivrechtlichen Gehalt der Informationsfreiheit, zur Rezipientenbezogenheit der massenmedialen Freiheiten und zum massenmedialen Bezug der Telekommunikationsgewährleistung
von Sajuntz, Sascha
Baden-Baden: Nomos
9783832929664
Jahr: 2007
461 Seiten
Broschiert
Bestellnummer: 1224825

Beschreibung
Schnitt und Einband sind etwas staubschmutzig - Rückensignatur, ordnungsgemäß vorne ausgestempelt, ansonsten ein gepflegtes, gut erhaltenes Buch aus teilaufgelöster Bibliothek einer großen deutschen Medienanstalt.InhaltsübersichtA. Ausgangslage und Problemaufriss 15I. Der Rezipient in der Verfassungsrechtswirklichkeit 171. Zum traditionellen, abwehrrechtlichen Verständnis der Informationsfrei-heit 17a) Historischer Kontext 17b) Rechtstatsächliche Bedeutung 192. Kommunikatorenzentrierte Sichtweise der massenmedialen Freiheiten 25II. Die Medienwirklichkeit 311. Situative Beschreibung bisheriger Medienwirklichkeit 312. Blickverschiebung 39a) Technisierung der Medien 40b) Kommerzialisierung der Medien 42III. Defizite rein abwehrrechtlichen Schutzes der Rezipienten angesichtsneuer Gefährdungslagen 47B. Objektivrechtliches Grundrechtsverständnis 49I. Grundlagen eines grundrechtsbezogenen Schutzauftrages des Staates 501. Grundrechte als Fundament einer objektiven Werteordnung 502. Grundrechtsvoraussetzungsschutz zugunsten der Bürger 523. Zusammenspiel mit Grundprinzipien der Verfassung 59'4. Europäische Dimension objektivrechtlichen Grundrechtsschutzes 61II. Rechtliche Konkretisierung des staatlichen Schutzauftrags 631. Aufgabenzuweisung an den Gesetzgeber 63a) Handlungsberechtigung 64b) Inpflichtnahme Dritter 65c) Handlungspflicht 69d) Ausgestaltungsoffener Handlungskorridor und Ausgestaltung - 70e) Gesetzgeberische Säumnis und verfassungsgerichtliche Korrekturbe-fugnis , 732. Pflichtigkeit von Verwaltung und Rechtsprechung 75a) Staatsbezogenes Berücksichtigungs- und Optimierungsgebot 75b) Drittbezogen: Herstellung praktischer Konkordanz im Wegemittelbarer Drittwirkung 773. Zur Frage einer unmittelbaren Grundrechtsgebundenheit Privater 794. Zusammenfassung 82C. Grundgesetzliche Verankerung objektivrechtlichen Rezipientenschutzes 84I. Schutzzweckanalyse der Kommunikationsfreiheitsrechte (Art. 5 I GG) 871. Eingebundenheit in verfassungsnormative Funktionserwartungen 872. Schutzzwecke des Prozesses freier Meinungsbildung 90a) Individualbezogene Schutzausrichtung 93aa) Ausprägung des Persönlichkeitsentfaltungsrechts (Art. 2 I, 1 I GG) 94aaa) Persönlichkeitsbildung 96bbb) Persönlichkeitsverwirklichung 99(1) Aspekte des Persönlichkeitsbezugs massenmedialerInformationsaufnahme 99(2) Bestimmungsfaktoren für die Funktionserreichung 102bb) Verknüpfung mit dem Sozialstaatsgebot (Art. 201 GG) 106b) Kollektivbezogene Schutzausrichtung 107aa) Ausprägung des Demokratieprinzips (Art. 20 II GG) 108aaa) Demokratie und öffentliche Meinungsbildung 108bbb) Öffentliche Meinungsbildung und massenmedialeKommunikation 114bb) Gesellschaftliche Integration als Verfassungsauftrag? 118aaa) Gesellschaftliche Einheitsbildung 118bbb) Heterogene Gruppenbildung und Vernetzung gesellschaft-licher Disparität 123cc) Kulturstaatlichkeit 1273. Zielkonflikt zwischen individuellen und kollektiven Schutzzwecken 1324. Zielwertbestimmung anhand der Schutzzwecke 136a) Mindestversorgung 136b) Chancengerechtigkeit 137c) Selbstbestimmtheit 138d) Zusammenfassung 141II. Grundrechtsdogmatische Zuordnung 1431. Kommunikationsfreiheitliche Gewährleistungen (Art. 5 I GG) 143a) Objektivrechtliche Schutzdimensionen der Informationsfreiheit(Art. 5 I 1 GG) 143b) Rezipientenschutzdimensionen der massenmedialen Freiheiten(Art. 5 12 GG) 145aa) Vorbemerkung: einheitliches Verständnis der massenmedialenFreiheiten 145bb) Konzeptionelle Sonderstellung der Medienfreiheiten 147cc) Rezipientenbezogene Ausrichtung 152dd) Anknüpfung an die Grundversorgungsdogmatik desBundesverfassungsgerichts 159c) Abgrenzung zwischen informationsfreiheitlichem und massenme-dialem Gewährleistungsgehalt 162aa) Abgrenzung nach Gewährleistungsschwerpunkt 163bb) Absicherung des Informationszugangs der Medien durchArt. 5I2G G 166cc) Fortdauernde Quellenfunktion massenmedialer Inhalte 17410aaa) Quellenperpetuierung infolge massenmedialer Veröffentlich-ung 175bbb) Kohärenz urheberrechtlicher Ausgestaltung 178ccc) Kommunikative Interessenlage im Lichte von Art. 5 I GGund Schlussfolgerungen 181dd) Unscharfen in Hinblick auf Varianzen in der Darstellung vonKommunikationsinhalten 190aaa) Varianzen aus meinungsbildungsneutraler Veranlassung 191bbb) Vielfaltssteigernde Darstellungsalternativen 193ee) Kohärenz der Gewährleistungsmaßstäbe trotz Unscharfen(Ausgestaltung oder Schrankensetzung) 1962. Massenmedialer Bezug der Telekommunikationsgewährleistung(Art. 87fIGG) 199a) Verfassungsnormative Indienstnahme der Telekommunikationzugunsten des Rundfunks ' • 201b) Einwand der Inhaltsneutralität des Art. 87f I GG 206c) Kompetenzielle Friktionen im Bund-Länder-Verhältnis 210d) Dimension individualbezogenen Rezipientenschutzes 215e) Fazit 220D. Gewährleistungsgehalt . • 222I. Medienfreiheiten . 2241. Bereichsspezifische Operationalisierung des Mindestversorgungsgebots 2272. Strukturelle Mindestversorgungssicherung 233a) Strukturelle Defizite reiner Marktversorgung 234b) Gewährleistungsstrategien im Marktumfeld 239aa) Kompensatorischer Ansatz mittels Subventionierung oder sons-tiger Förderung 240bb) Protektionistischer Ansatz mittels Quotierung des Marktes 243c) Gemeinwirtschaftliche Prozeduralisierung der Grundversorgung 247aa) Rundfunkspezifische Begründungsansätze 247aaa)Abfederung des Unterhaltungsprimats im Rundfunksektor 253bbb) Qualifikation zur Leistung diskursiver Integration und zurStrukturierung von Komplexität 256bb) Spezifisch rezipientengestützte Ansätze zur Programmoptimier-ung 258aaa) Prozedurale Berücksichtigung konkreter Rezipientenbedürf-nisse 261bbb) Institutionelle Einbindung von Rezipientenrepräsentanz inKontrollstrukturen 2643. Situative Angebotsdefizitlagen, insbesondere bei Streik in den Medien 2684. Informationszugangssicherungen als Voraussetzung medialerBerichterstattung 275a) Sachwalterische Zugangsprivilegierung zugunsten der Medien 28111aa) Zulässigkeit von Zugangsprivilegierungen 282bb) Privilegierter Zugang zu allgemein eröffneten Quellen 284cc) Privilegierende Eröffnung von Quellen 286b) Exklusivrechteproblematik 292c) Demokratiestaatliche Zugangsanliegen gegenüber privaten Macht-trägern, insbes. Medienzugang zu Parteitagen 296II. Informationsfreiheit 3021. Aktiver Grundrechtsvoraussetzungsschutz 304a) Bereitstellende Gewährleistung zugunsten der Allgemeinheit 304b) Kompensatorische Gewährleistung zum Ausgleich individuellerBenachteiligungen 311aa) Ermöglichung einer Informationsteilhabe körperlichWahrnehmungsbehinderter 312bb) Bedürftigkeitsausgleich für ökonomisch Benachteiligte 318aaa) Sozialstaatliche Informationsteilhabe 318bbb) Demokratiestaatliche Unterfütterung der Teilhabegewährleis-tung 321ccc) Umfang der Gewährleistung 324(1) Gerätebedarf 324(2) Laufende Rezeptionskosten 335cc) Staatliche Informationsgewährungsverantwortung in besonderenGewaltverhältnissen 339aaa) Staatliche Bildungsverantwortung im Schul- undUniversitätsbereich 341bbb) Beamtenverhältnis 342ccc) Einsatzabhängige Informationsvorsorge gegenüber Soldaten 342ddd) Informationsvorsorge in Haftverhältnissen 344c) Fördernde Gewährleistung zur Vermittlung von Medienkompetenz 3532. reaktiver Grundrechtsvoraussetzungsschutz 357a) Herstellung praktischer Konkordanz mit nicht kommunikatorenbe-zogenen Interessen 359aa) Schutzgewährung im Eltern-Kind-Verhältnis 360bb) Rezipientenbezogene Schutzansprüche im Arbeitsverhältnis 364cc) Rezipientenbezogene Schutzansprüche in Wohn Verhältnissen 367b) Herstellung praktischer Konkordanz mit Kommunikator- bzw.Kommunikationsmittlerinteressen 376aa) Kommunikatorenseitige Rezeptionskostenerhebung 378bb) Diskriminierungsfreier individueller Zugangsanspruch 384cc) Interessengeleitete Aufmerksamkeitslenkung 385dd) Angebotsfilterung im Medienvertrieb 389aaa) Vertriebsdiskriminierung 390bbb) Angebotsauswahl im „Flaschenhals, insbesondereKabelbelegung 39112ee) Problemfeld Pay-TV 400aaa) Durch Pay-TV betroffene Rezipientenschutzinteressen 401(1) Risiko einer gesellschaftlichen Ausdifferenzierung vonRezeptionschancen 402(2) Risiko eines Verlusts struktureller Voraussetzungen vonRezeptionsoffenheit 404(3) Risikoverstärkende Eigenarten der Rundfunkkommuni-kation 404bbb) Rezipientenschützende Gegenstrategien 406(1) Aufrechterhaltung eines frei zugänglichenGrundversorgungsangebots 406(2)~Sozialstaatliche Zugangserleichterungen und Strategienzur Bewahrung von Rezeptionsoffenheit 407(3) Verankerung von Zugangsvorbehalten zugunsten freiempfangbaren Rundfunks 409(a) Allgemeine Offenhaltungsstrategien 409(b) Konkret inhaltsbezogene Zugangssicherungen 411E. Zusammenfassung und Ausblick 416I. Zusammenfassende Thesen 416II. Ausblick 423Literaturverzeichnis 426