Der Konzernkonkurs in Frankreich : Grundlagen und Möglichkeiten der Insolvenzerstreckung, Verfahrensvereinheitlichung, Zentralisierung getrennter Insolvenzverfahren und zivilrechtlichen Konzernhaftung nach französischem Richter- und Gesetzesrecht

Der Konzernkonkurs in Frankreich : Grundlagen und Möglichkeiten der Insolvenzerstreckung, Verfahrensvereinheitlichung, Zentralisierung getrennter Insolvenzverfahren und zivilrechtlichen Konzernhaftung nach französischem Richter- und Gesetzesrecht
von Rivinius, Leo
Frankfurt am Main Berlin Bern Bruxelles New York Wien : Lang
3631358040
Jahr: 2000
348 Seiten
Bibliothekseinband
Bestellnummer: 1244850

Beschreibung
Ausgesondertes Buch mit Bibliothekseinband aus juristischer Fachbibliothek. Übliche Merkmale: Signatur auf Buchrücken und Buchdeckel, Stempel im Buch. Buchschnitt an allen drei Seiten mit roten Strichen gekennzeichnet. Text ansonsten sauber und ohne Markierungen.Inhaltsverzeichnis 11InhaltsverzeichnisEinführung 19A. Konzern und Konkurs 23I. Der Konzern im französischen Recht 231. Fehlen eines zusammenhängenden Konzernrechts 232. Gesellschaftsrechtliche Grundlage des Konzernrechts 273. Konzernformen 30a) Kapitalmäßige Kontrolle (groupes financiers) 30b) Personelle Verflechtung (groupes personnels) 32c) Vertragskonzerne (groupes contractuels) 34d) Gleichordnungskonzerne undfiliales communes 35II. Konzernkonkurs - Überblick und Entwicklung 381. Grundlagen 38a) Ausgangspunkt des Konzernkonkurses 38b) Aktuelle Grundlagen für einen Konzernkonkurs 38aa) Fiktivität und Vermögensvermischung 38bb) Artt. 180 und 182/Loi 1985 40cc) Unternehmenseinheit (unite d'entreprise) 40dd) Folgerungen 41c) Abgrenzungsschwierigkeiten 422. Entwicklung und Abgrenzung der richterrechtlichen undgesetzlichen Grundlagen 43a) Simulationslehre 43b) Mary-Äaynau^-Entscheidung 45c) Vidal-Urteil und Kriterium derVermögensvermischung 47d) Action en extension depassif. 51aa) Art. 437 Abs. 4 C. com. 51bb) Art. 101/Loi 1967 54cc) Art. 182/Loi 1985 55e) Action en comblement depassif. 57B. Echte Konkursausweitung (extension veritable) 59I. Societefictive 591. Traditionelle Grundlage: Simulation 592. Beweis des Fehlens der affectio societatis 60a) Beweis der Strohmanneigenschaft 60b) Maßgeblicher Zeitpunkt derGesellschaftskonstituierung 60c) Nachträgliche Umstände des Gesellschaftslebens 6212 Inhaltsverzeichnis3. Fiktivität von Konzerngesellschaften 63a) Autonomielosigkeit der Konzerngesellschaft 63b) Organische Kriterien 64aa) Kapitalaufteilung 64bb) Familiäre Bindungen 65cc) Gemeinsamkeit von Geschäftsleitern 65dd) Gemeinsamer Gesellschaftssitz 66c) Funktionelle Kriterien 66aa) Notwendigkeit funktioneller Kriterien 66bb) Fehlende Autonomie der Gesellschaftsorgane 68cc) Identität oder Verflechtung derGeschäftstätigkeit 68dd) Vermischung der Vermögen 69d) Unterschied zum Konzept derVermögensvermischung als eigenständigerKonkursausdehnungsgrund 71aa) Grundsätzliche Unterschiede 71bb) Cance/-Urteil !'. '. 73e) Motive für die Bildung einer Scheingesellschaft 76f) Fallgruppen 78g) Betriebsaufspaltung 78h) Finanzierung einer Kapitalerhöhung durch fiktiveGesellschaft 82II. Moderne Konzeption derfictivite 831. Praktische und rechtliche Anwendungsschwierigkeitender traditionellen Konzeption der fictivite 83a) Affectio societatis und Kapitalgesellschaften 83b) Konzerngesellschaften in Mehrheits- oderAlleinbesitz 85c) Entreprise unipersonelle ä responsabilite limitee(EURL) 87d) Gesellschaftsrechtliches Schicksal der fiktivenGesellschaft 88aa) Nichtigkeit oder Nichtexistenz? 88bb) Unvereinbarkeit mit Gemeinschaftsrecht 88cc) Auswirkung auf die Insolvenzausdehnung? 952. Neukonzeption der Insolvenzausdehnung wegenfictivite 97a) Fictivite als Sanktion des Mißbrauchs derjuristischen Person basierend auf der Idee derVermögensbindung 97b) Folgerungen 100aa) Konzernbegünstigung . 100bb) Fiktivität der EURL.......... 102Inhaltsverzeichnis 13III. Confusion des patrimoines 1031. Rechtsprechungsentwicklung 103a) Vermischung mehrerer Gesellschaftsbereiche 103b) Innere Vermischung 104c) Elemente spezifisch vermögensmäßigerVermischung 105d) Selbständiger Konkursausdehnungsgrund 1062. Kontext einer konzernspezifischen Anwendung derVermögensvermischung 1103. Vermögensoperationen zwischen verbundenenUnternehmen 1134. Zivilrechtliche Ansätze einer Überlegung zum Besteheneines Konzerninteresses 1155. Strafrechtliche Zulässigkeit von konzerninternenVermögensverschiebungen 117a) Fall Willot 1 117b) Fall Rozenblum 119c) Voraussetzungen einer strafrechtlichenRechtfertigung von Vermögensübertragungenzwischen Konzerngesellschaften 121aa) Gemeinsames Konzerninteresse 121bb) Notwendigkeit einer Gegenleistung undVerbot des Exzesses 123d) Cash-Management und Bankgesetz: Fall Willot II 1286. Einfluß der Strafrechtsprechung auf das Zivilrecht 1297. Vermögensvermischung bei Konzernen: AnormaleFinanzoperationen ohne Gegenleistung 131a) Normalitätsvermutung 131b) Konglomerate Konzerne 134c) Fluxfinanciers anormaux 135aa) Fehlende Gegenleistung 135bb) Zustand unentwirrbarer Verflechtung 136cc) Sanktion für vampirismefinancier 138dd) Bewertung 1398. Vermögensvermischung und Betriebsaufspaltung 141a) Verflechtung der Aktiva und Passiva von Betreiber-und Eigentümergesellschaft 141b) Vampirisme financier 143c) Aktuelle Unklarheiten in der Abgrenzung vonVermögensvermischung und Fiktivität 145IV. Unite d'entreprise 1481. Überblick 1482. Unite economique et sociale im Arbeitsrecht 14914 Inhaltsverzeichnisa) Bedeutung und Entwicklung 149b) Beschränkung auf homogene Konzerne 151c) Gemeinsamer Betriebsrat und Konzernbetriebsrat 1523. Unite d'entreprise im Konzernkonkurs 153a) Allgemeine Grundsätze 153b) Konkursausdehnung aufgrund Bestehens einerUnternehmenseinheit? 154aa) A.M.R.E.P.-Rechtsprechung 154bb) Fall Climat de France 156cc) Aktuelle Rechtsprechungstendenz 159c) Verfahrensvereinheitlichung aufgrund Bestehenseiner Unternehmenseinheit? 160aa) Anwendungsbeispiele 160bb) Position der Cour de cassation (Fall Arbat-Oregori) 163C. Rechtsfolgen der extension veritable 165I. Unterschiedliche Motive der Loi 1985 und derrichterrechtlichen Insolvenzerstreckung 165II. Einheitliches Insolvenzverfahren 166III. Nachweis der allgemeinen Konkursvoraussetzungen 1671. Materielle Konkursvoraussetzungen 1672. Gerichtlich erworbene Rechtspersönlichkeit undFiktivität 1673. Erstreckung der Kaufmannseigenschaft bei Fiktivität 1694. Erstreckung der Zahlungseinstellung 1695. Erstreckung auf wohlhabende Konzemgesellschaften 1706. Einheitliches Datum der Zahlungseinstellung 173IV. Herstellung einer rechtlich identischen Situation 1731. Keine Vorschaltung eines Sanierungsverfahrens beiLiquidation 1732. Erstreckung auf Gesellschaft, die bereits selbstGegenstand eines Insolvenzverfahrens ist 175V. Klagebefugnis ZZZZZZ. 1761. Fehlen einer gesetzlichen Regelung 1762. Gericht und Staatsanwaltschaft 1773. Gläubigervertreter und Liquidator 1774. Konkursverwalter 1775. Commissaire ä l'execution du plan 1786. Gläubiger ZZZZZZZZZZZZZZZ. 178VI. Klagegegner ZZZZZZZZZZZZ.Z.....mVII. Verjährung [ 182VIII. Situation der Gläubiger „ZZZZZZZZZZZZZZZZZZZ. l82IX. Forderungsanmeldung 183Inhaltsverzeichnis 15X. Einheitliche oder verschiedene Behandlung der betroffenenGesellschaften? 1841. Unterscheidung Fiktivität und Vermögensvermischung 1842. Planeinheit oder Planvielfalt? 1843. Übernahmeangebote 1864. Verfahrenseinheit und Aufrechnung 1875. Arbeitsrechtliche Folgen 188XI. Gerichtliche Zuständigkeit bei echter Erstreckung 1891. Sachliche Zuständigkeit 1892. Örtliche Zuständigkeit 189D. Zentrale gerichtliche Zuständigkeit für getrennte Insolvenz-verfahren 192I. Zerstreuung der Zuständigkeiten 192II. Lösungen 1931. Art. 7 Abs. 3/Loi 1985 1932. Art. 367NCPC (jonction d'instances) 1963. Art. 101 NCPC (exception de connexiti) 197E. Die gesetzlichen Klagen nach Art. 180/Loi 1985 und Art. 182/Loi1985 199I. Gemeinsame Voraussetzungen 1991. Gesetzliche Regelung 199a) Action en comblement depassif 199b) Action en extension depassif. 2002. Betroffene Unternehmen 2023. Betroffene Geschäftsleiter (dirigeants) 203a) Dirigeants de droit 203b) Dirigeants de droit und representants permanentsbei Konzernen 205c) Dirigeants defait 206aa) Begriffsbestimmung 206bb) Positives Tun 207cc) Unternehmensleitung in voller Souveränitätund Unabhängigkeit 209d) Muttergesellschaft als dirigeant de fait 211e) Der Staat als faktischer Geschäftsleiter 213f) Praktische Relevanz für Konzerne 2144. Prozessuale Geltendmachung 216a) Zuständigkeit 216b) Klagebefugnis 217c) Verfahrensablauf 218d) Verjährung 218InhaltsverzeichnisII. Spezifische Voraussetzungen von Art. 180/Loi 1985 2191. Geschäftsführungsfehler, der zum Aktivfehlbestandbeigetragen hat 2192. Geschäftsführungsfehler bei Gesellschaftsübernahmenund-gründungen 2223. Vorliegen eines Aktivfehlbestandes 2244. Rechtsfolgen der action en comblement depassif 226a) Vollständige oder teilweise Tragung desAktivfehlbestandes 226b) Zusammensetzung des Schuldnervermögens 2275. Konzernspezifische Fallgruppen 228a) Überblick 228b) Haftungsaufteilung zwischen Muttergesellschaft alsdirigeant defait und Gesellschaftsorganen derTochtergesellschaft 229c) Haftungsaufteilung zwischen Muttergesellschaftund ständigem Vertreter 232aa) Gesamtschuldnerische Haftung derentsendenden Gesellschaft bei Fehlern desständigen Vertreters? 232bb) Mithaftung des ständigen Vertreters beiHaftung der entsendenden Gesellschaft? 233d) Haftung der Muttergesellschaft als dirigeant defaitbei Zwischenschaltung von Gesellschaften 235e) Haftung der Gesellschaftsorgans derMuttergesellschaft als dirigeant defait derTochtergesellschaft 237III. Spezifische Voraussetzungen des Art. 182/Loi 1985 2381. Tatbestandsalternativen und praktische Relevanz fürKonzerne 2382. Rechtsfblgen Z.ZZZZZZZZZZZZZZZZ. 2433. Nebeneinander von action en comblement depassif 'undaction en extension depassifl 244IV. Gleichzeitige Geltendmachung der gesellschaftsrechtlichenGeschäftsführerhaftung neben der konkursrechtlichenAusfallhaftung? 2461. Grundzüge der gesellschaftsrechtlichen Haftung vonGeschäftsleitern 246a) Allgemeine Haftung von Geschäftsieitern 246b) Haftung gegenüber der Gesellschaft und denGesellschaftern 246c) Haftung gegenüber Dritten 2482. Deliktische Haftung und Ausfallhaftung des Art. 99/Loi1967 250Inhaltsverzeichnis 17a) Tatbestandliche Unterschiede 250b) Verfahrensrechtliche Geltendmachung 251c) Position von Rechtsprechung und Lehre 2523. Neufassung in Art. 180/Loi 1985 2544. Konkurrenzproblematik unter der Loi 1985 255a) Gläubiger 255b) Klagebefugte Personen gemäß Art. 183/Loi 1985 257c) Auffassung der Cour de cassation 260d) Bewertung 262e) Vollstreckung der Ausfallhaftung nach EuGVÜ 265F. Abgrenzungsfragen 267I. Überblick: Konzernhaftung nach allgemeinem Zivilrecht 267II. Eigene vertragliche Verpflichtung der herrschendenGesellschaft 268III. Rechtsschein der Muttergesellschaft als Vertragspartnerin(mandat appareni) 269IV. Rechtsschein einer einzigen Gesellschaft (scheinbareKonfusion) 270V. Faktische Gesellschaft (societe creee defait) 271VI. Einheit von Konzerngesellschaften (wirkliche Konfusion) 2721. Spezifische Konzernhaftung? 2722. Beeinträchtigung der Gesellschaftsautonomie 274VII. Verhältnis von apparence und extension veritable1. Apparence als Indiz für Fiktivität oder { **:Vermögensvermischung?2. Berücksichtigung des Rechtsscheins im Rahmen desInsolvenzverfahrens über eine fiktive Gesellschaft? 282VIII. Gesetzesumgehung (fraude) 2841. Grundsätze der fraude 2842. Societe fictive und fraude 285Schlußbemerkung 288Abkürzungen 291Literaturverzeichnis 297Verzeichnis der Gerichtsentscheidungen 325